{"id":640,"date":"2010-05-23T21:51:15","date_gmt":"2010-05-23T19:51:15","guid":{"rendered":"http:\/\/test.dirkpeters.net\/?p=640"},"modified":"2017-05-11T21:54:52","modified_gmt":"2017-05-11T19:54:52","slug":"alexander-hermann-von-wartensleben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dirkpeters.info\/?p=640","title":{"rendered":"Alexander Hermann von Wartensleben"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; margin: 0px 0px 5px 5px; display: inline; border-top: 0px; border-right: 0px\" title=\"Wartensleben_Alexander_Hermann\" alt=\"Wartensleben_Alexander_Hermann\" src=\"..\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/Wartensleben_Alexander_Hermann_thumb.jpg\" width=\"193\" border=\"0\" align=\"right\" height=\"260\"><\/a> Aus meiner Ahnenliste<\/p>\n<p>Alexander Hermann Reichsgraf von Wartensleben<\/p>\n<p>* 16.12.1650 Lippspringe<br \/>\u2020 25.01.1734 Berlin<\/p>\n<p>Vater: Hans Hermann von Wartensleben<br \/>Mutter: Margarethe Elisabeth von Haxthausen<\/p>\n<p>Ehefrauen:<br \/>1. Sophie Dorothea von May (1655 \u2013 1684)<br \/>2. Anna Sophia v. Tresckow<\/p>\n<p style=\"text-align:justify\">Alexander Hermann Graf v. W., k\u00f6niglich preu\u00dfischer Generalfeldmarschall, war am 16. December 1650 zu Lippspringe, wo seine Mutter, die Gemahlin eines Herrn v. W. auf Exten bei Rinteln, bei ihrem|Bruder, einem Herrn v. Haxthausen, zum Besuche war, geboren, kam jung als Page an den landgr\u00e4flichen Hof zu Kassel, wo er mit den hessischen Prinzen erzogen und in den Kriegswissenschaften unterrichtet ward, wurde 1668 durch eine Krankheit, welche ihn auf dem Marsche \u00fcberfiel, verhindert, mit den Truppen des Herzogs von Celle, denen er sich angeschlossen hatte, an dem Feldzuge auf der Insel Candia theil zu nehmen und trat nun in franz\u00f6sische Kriegsdienste. In diesen focht er in den n\u00e4chsten Jahren in den Niederlanden, nahm aber 1673, um nicht gegen seine Landsleute k\u00e4mpfen zu m\u00fcssen, den Abschied, machte 1674 unter Kurf\u00fcrst Friedrich von Brandenburg als Freiwilliger bei dessen Garde zu Pferde den Feldzug am Oberrhein mit und trat 1675 als Capit\u00e4n bei einem Infanterieregimente in hessen-kasselsche Dienste.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify\">Mit H\u00fclfsv\u00f6lkern, welche der Landgraf dem K\u00f6nige von D\u00e4nemark gegen Schweden gestellt hatte, wohnte er 1677 und 1678 als Oberstwachtmeister im Regiments Auffenkeller den Feldz\u00fcgen in Schonen und in letzterem Jahre auch dem auf R\u00fcgen bei. K\u00f6nig Christian V. wollte ihn in seine Dienste ziehen, der Landgraf verweigerte ihm indessen die Entlassung und bef\u00f6rderte ihn 1680 zum Oberstlieutenant, 1683 gab er ihm ein eigenes Regiment, welches seit Mai 1684 den Namen Leibregiment zu Fu\u00df f\u00fchrte, 1684 ernannte er ihn zum Oberst. Inzwischen hatte W. als Freiwilliger dem Entsatze von Wien und den sich daran schlie\u00dfenden kriegerischen Ereignissen in Ungarn beigewohnt. 1687 vermittelte er einen Vertrag mit der Republik Venedig, zufolge deren der Landgraf dieser ein Infanterieregiment zum Kriege gegen die T\u00fcrken \u00fcberlie\u00df. Als 1688 Frankreich mit Feindseligkeiten drohte, errichtete er auf Grund einer mit seinem Kriegsherrn abgeschlossenen Capitulation ein Regiment Dragoner; w\u00e4hrend des bald nachher ausbrechenden Krieges war er, auf den Wunsch der Stadt, Commandant von Frankfurt, wohnte mit seinen beiden hessischen Regimentern der Belagerung und der Einnahme von Mainz (11. September 1689) und 1690, nachdem er Generalmajor geworden war, an der Spitze der gesammten hessischen Infanterie dem thatenlosen Feldzuge an der Mosel bei, f\u00fchrte im Winter 1690\/91 den Oberbefehl \u00fcber alle zwischen Bonn und Heidelberg befindlichen Truppen und vereitelte durch ein geschicktes Unternehmen einen Versuch der \u00fcber den gefrorenen Rhein gegangenen Franzosen nach Deutschland vorzudringen. Dann verlie\u00df er den hessischen Dienst, um in den des Herzogs Friedrich von Sachsen-Gotha zu treten und den Oberbefehl der Truppen der s\u00e4chsischen Herz\u00f6ge von Gotha, Weimar und Eisenach zu \u00fcbernehmen (17. Juni 1691). Er begann nun sofort mit der Errichtung von sechs neuen Regimentern und befand sich mit neun ihm unterstellten Regimentern, welche die Herz\u00f6ge dem Kaiser \u00fcberlassen hatten, bereits auf dem Wege nach dem Kriegsschauplatze am Rhein, als Herzog Friedrich am 2. August 1691 pl\u00f6tzlich starb, worauf W. zur Mitvormundschaft \u00fcber die hinterlassenen S\u00f6hne berufen wurde und mit seinen Truppen vorl\u00e4ufig in die Heimath zur\u00fcckkehrte, 1692 aber marschirte er, nachdem der Kaiser ihn am 27. December 1691 zum Feldmarschalllieutenant bef\u00f6rdert hatte, an den Oberrhein, wo Markgraf Ludwig von Baden den Oberbefehl f\u00fchrte. Zu eigentlich kriegerischer Th\u00e4tigkeit kam er hier zun\u00e4chst ebenso wenig wie in den Niederlanden, wohin er entsandt war um mit den dort befindlichen Heerf\u00fchrern gemeinsame Ma\u00dfregeln zu verabreden und wo ihm als besondere Auszeichnung ein Commando bei einem zum Entsatze des belagerten Namur gebildeten Entsatzheeres zugedacht war. Die Festung capitulirte am 5. Juni, bevor das letztere zur Stelle war, W. kehrte an den Oberrhein zur\u00fcck, war im Herbst bei einem mi\u00dfgl\u00fcckten Zuge in die Pfalz betheiligt und sch\u00fctzte dann durch einen geschickten Marsch Heilbronn vor einem Besuche der Franzosen. W\u00e4hrend der sp\u00e4teren Jahre des thatenarmen Krieges am Oberrhein stand er dort ebenfalls|im Felde und auch jetzt, wie in den fr\u00fcheren Kriegsjahren, ward er mannichfach zu milit\u00e4risch-politischen Sendungen gebraucht. Nachdem schon zwei Mal Unterhandlungen mit Venedig wegen seines Eintrittes in die Dienste der Republik sich zerschlagen hatten und der Kaiser ihn f\u00fcr den Oberbefehl seines Heeres auf dem italienischen Kriegsschauplatze im J. 1702 in Aussicht genommen hatte, trat K\u00f6nig August III. von Polen, welcher ihn im Kriege gegen Schweden verwenden wollte, mit W. in Verbindung. Ohne da\u00df ein Abkommen getroffen ward, reiste dieser von Warschau nach Berlin zur\u00fcck. Hier gelangte ein Antrag K\u00f6nig Friedrich\u2019s I. an ihn, welcher dahin f\u00fchrte, da\u00df W. am 18. August 1702 zum preu\u00dfischen Generalfeldmarschall und Geheimen Kriegsrath declarirt wurde. Er wurde ferner zum Gouverneur von Berlin ernannt, es ward ihm der Schwarze Adlerorden verliehen und nacheinander grasten ihn der preu\u00dfische K\u00f6nig und der deutsche Kaiser. \u2014 Die Veranlassung zu seiner Berufung war gewesen, da\u00df der Graf Kolbe von Wartenberg, des K\u00f6nigs allm\u00e4chtiger Minister, den ihm unbequemen Feldmarschall Grafen Barfus beseitigen und durch W. ersetzen wollte. Barfus ging in der That ab. Wartensleben\u2019s Anstellung aber machte b\u00f6ses Blut, die Generale du Hamel und Friedrich von Heyden nahmen ihre Entlassung, Sigismund von Heyden und Graf Lottum lie\u00dfen sich nur mit M\u00fche halten. Im Felde hat der K\u00f6nig seinen Feldmarschall, obgleich der Spanische Erbfolgekrieg Gelegenheit genug dazu geboten h\u00e4tte, nicht verwendet. Als im J. 1710 Wartenberg nebst seinem Genossen, dem Grafen Wittgenstein, gest\u00fcrzt wurde, schwebte auch W., der dritte von den drei Wehgrafen, wie man diese M\u00e4nner nannte, in Gefahr. Er blieb aber unangefochten in seiner Stellung, nur die Leitung der Kriegsverwaltung, die zu seinen Dienstobliegenheiten geh\u00f6rt hatte, wurde ihm abgenommen. Es mu\u00df also keine Veranlassung zu dem Argwohne vorgelegen haben, da\u00df er wie Jene sich unerlaubte Vortheile verschafft h\u00e4tte, doch dachte er damals daran, die Fahne nochmals zu wechseln, denn Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig-Wolfenb\u00fcttel schreibt, da\u00df er \u201eden in Berlin disgoustirten W. in gewisser Weise engagirt habe; er nennt ihn bei dieser Gelegenheit angenehm im Umgange, einen tapfern Kriegshelden, erfahrenen Cavalleristen (?) und gottesf\u00fcrchtigen Mann\u201c. Aber W. blieb in Preu\u00dfen und auch K\u00f6nig Friedrich\u2019s Nachfolger, der am 25. Februar 1713 auf den Thron gelangte K\u00f6nig Friedrich Wilhelm I., entzog ihm seine Gnade nicht, im J. 1715 begleitete W. diesen in den pommerschen Feldzug, doch konnte er nicht verhindern, da\u00df der K\u00f6nig seinen Enkelsohn, den Lieutenant v. Katte, welcher im Jahre 1730 des Kronprinzen Friedrich Flucht gef\u00f6rdert hatte, hinrichten lie\u00df. Er selbst starb am 26. Januar 1734 zu Berlin. Seinen Kindern zweiter Ehe hinterlie\u00df er, nachdem er die der ersten mit 44 000 Thalern abgefunden hatte, ein meist in Grundbesitz angelegtes Verm\u00f6gen von 90 000 Thalern. W. geh\u00f6rte w\u00e4hrend seiner preu\u00dfischen Dienstzeit zuerst zu den Adepten und sp\u00e4ter zu den Erweckten, den Anh\u00e4ngern von Spener und dessen Nachfolgern. Lebensbeschreibung von Friedrich v. Kreytzen (Berlin 1734).<\/p>\n<p>Quelle:<\/p>\n<p>B. Poten., \u201eWartensleben, Alexander\u201c, in: Allgemeine Deutsche Biographie 41 (1896), S. 197-199 [Onlinefassung]; URL: <a href=\"http:\/\/www.deutsche-biographie.de\/artikelADB_pnd117145785.html\" target=\"_blank\">http:\/\/www.deutsche-biographie.de\/artikelADB_pnd117145785.html<\/a><\/p>\n<p>Mehr rund um die Genealogie der Familie und meine Vorfahren gibt es in der <a href=\"http:\/\/tng.dirkpeters.net\/\" target=\"_blank\">Datenbank<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus meiner Ahnenliste Alexander Hermann Reichsgraf von Wartensleben * 16.12.1650 Lippspringe\u2020 25.01.1734 Berlin Vater: Hans Hermann von WartenslebenMutter: Margarethe Elisabeth von Haxthausen Ehefrauen:1. 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