{"id":614,"date":"2010-04-24T21:13:39","date_gmt":"2010-04-24T19:13:39","guid":{"rendered":"http:\/\/test.dirkpeters.net\/?p=614"},"modified":"2018-09-29T21:10:26","modified_gmt":"2018-09-29T19:10:26","slug":"abraham-de-marees","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dirkpeters.info\/?p=614","title":{"rendered":"Abraham de Mar\u00e9es"},"content":{"rendered":"<p>Aus meiner Ahnenliste:<\/p>\n<p>Abraham de Mar\u00e9es<br \/>* 02.06.1685 Gimo (Schweden)<br \/>\u2020 04.08.1760 Dessau<\/p>\n<p>Vater: Johann de Mar\u00e9es<br \/>Mutter: Sara Meytens<\/p>\n<p>Ehefrau: Elisabeht Adelheid Mieg (18.5.1698 \u2013 1776)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Abraham de M. (Maresius), aus einer reformirten Familie, die in den spanischen Niederlanden ans\u00e4ssig, die Heimath wegen der Verfolgungen Alba&#8217;s verlassen und sich in Stockholm niedergelassen hatte, kam im Anfange des 18. Jahrhunderts von da nach Deutschland und begab sich seiner theologischen Studien halber zun\u00e4chst nach Heidelberg, wo er sich in der Folge mit einer Tochter des dortigen <a href=\"?p=619\">Professors und Kirchenraths Mieg<\/a> verheirathete. Auf den Ruf des F\u00fcrsten Leopold von Anhalt-Dessau kam er als Archidiaconus nach letzterer Stadt, verlie\u00df sie aber bald wieder, indem er 1719 einem Rufe der reformirten Gemeinde zu N\u00fcrnberg folgte, als deren Seelsorger er 15 Jahre segensreich wirkte. Sodann wurde er 1734 vom F\u00fcrsten Leopold als Consistorialrath und Superintendent nach Dessau zur\u00fcckgerufen und verblieb in dieser Stellung bis zu seinem am 4. August 1760 erfolgten Tode. Sein Nachfolger, wie schon seit einiger Zeit sein College, war sein \u00e4ltester Sohn Simon Ludwig Eberhard de M., der zu Dessau 1717 geboren, von seinem 12. Lebensjahre ab aber in Heidelberg von seinem Gro\u00dfvater Mieg erzogen und zu einem frommen und gelehrten Theologen ausgebildet worden war. Nachdem dieser bereits im 19. Lebensjahre seine Universit\u00e4tsstudien vollendet, kehrte er 1736 zu seinen Eltern nach Dessau zur\u00fcck, trat aber zu seiner weiteren Ausbildung im J. 1737 eine gelehrte Reise \u00fcber Bremen und Hamburg nach Holland an, wo er die ber\u00fchmtesten reformirten Theologen der damaligen Zeit kennen lernte und ihren Unterricht und Umgang geno\u00df. Nach Dessau zur\u00fcckgekehrt, ward er 1738 zum Predigtamte ordinirt und zum Geh\u00fclfen des Ministeriums an der Schlo\u00df- und Stadtkirche ernannt, aber bereits 1741 durch F\u00fcrst Leopold als Propst nach W\u00f6rlitz berufen. In dieser Stellung blieb er nur f\u00fcnf Jahre, denn bereits 1746 \u00fcbernahm er auf den Wunsch des F\u00fcrsten die Archidiaconatstelle an der Schlo\u00df- und Stadtkirche zu Dessau und ward so der College seines Vaters, des ersten Predigers an dieser Kirche, dem er nach dessen am 4. August 1760 erfolgten Tode in seinen Aemtern als Consistorialrath, Superintendent und Hofprediger nachfolgte. In diesen Stellungen wirkte er auf das Segensreichste, bis er am 17. October 1802 heimgerufen ward, im Besitze der innigsten Verehrung und Zuneigung seiner Gemeinde, der unwandelbaren Gunst seines F\u00fcrsten, der ungeheuchelten Achtung seiner Mitb\u00fcrger, der herzlichsten Liebe seiner zahlreichen Familie, wovon die allgemeine Theilnahme an seinem am 3. Juli 1791 gefeierten Amtsjubil\u00e4um ein beredtes Zeugni\u00df gibt. M. war zweimal verheirathet und zwar zuerst mit einer Tochter des Consistorialraths Friedel zu C\u00f6then, die ihm zwei S\u00f6hne und zwei T\u00f6chter gebar und dann mit|der einzigen Tochter des Kanzlei- und Kammerraths Harsleben zu Dessau, von der er 19 Kinder hatte. Von dieser zahlreichen Nachkommenschaft \u00fcberlebten ihn aber nur vier S\u00f6hne und vier T\u00f6chter. Er war ein fruchtbarer Schriftsteller; die Zahl seiner Schriften, die theils polemischen Inhalts sind, theils sich auf bestimmte Vorf\u00e4lle beziehen, ist ziemlich bedeutend, viele der ersteren sind in fremde Sprachen \u00fcbersetzt. Johann Friedrich de M., Sohn des Vorigen, geb. am 26. August 1761 zu Dessau, \u2020 daselbst am 10. Januar 1832, erhielt seine erste Ausbildung in der Hauptschule seiner Vaterstadt, studirte in Halle und G\u00f6ttingen, trat 1784 in das Predigtamt, ward dann Prediger in Je\u00dfnitz und Bobbau und 1799 erster Prediger an der St. Georgenkirche zu Dessau, in welcher Stellung er allgemein beliebt und verehrt bis zu seinem Tode verblieb. Auch er war ein eifriger Schriftsteller, doch beschr\u00e4nkt sich seine hierher geh\u00f6rige Th\u00e4tigkeit auf Gelegenheitsschriften und den Kirchengefang. Heinrich Ludwig M., Bruder des Vorigen, ward in Dessau am 20. Novomber 1773 geboren. Er empfing dort seinen Schulunterricht, studirte 1790 in Halle Theologie, wandte sich aber dann dem Schulfach zu, ward 1799 Subrector und in der Folge Conrector an der Dessauer Hauptschule, dann 1807 Inspector des dortigen Schullehrerseminars und \u00fcbernahm sp\u00e4ter noch daneben die Leitung der herzoglichen B\u00fcrgerschule. Im J. 1814 verheirathete er sich mit einer Tochter des herzoglichen Kammerdirectors v. Raumer, mit der er bis zu seinem am 12. Februar 1825 erfolgten Tode in gl\u00fccklichster Ehe lebte. M. war ein liebensw\u00fcrdiger, vielseitig gebildeter Mann, der nicht nur zu seinem eigentlichen Berufe sondern auch im Sprachfach und in der Musik hervorragende Kenntnisse besa\u00df. Seine nicht unbedeutende litterarische Th\u00e4tigkeit erstreckt sich nicht nur auf Kirche und Schule, sondern auch auf Naturgeschichte und Geographie. Seinem Freunde Friedrich Schneider lieferte er die Texte zu mehreren Oratorien und f\u00fcr verschiedene kritische und andere wissenschaftliche Zeitschriften und Sammelwerke mehrfach umfangreiche gediegene Beitr\u00e4ge.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Quelle: Siebigk., \u201e de Mar\u00e9es, Abraham de M. (Maresius)&#8220;, in: Allgemeine Deutsche Biographie 20 (1884), S. 310-311 [Onlinefassung]; URL: <a href=\"http:\/\/www.deutsche-biographie.de\/artikelADB_pnd138958920.html\" target=\"_blank\">http:\/\/www.deutsche-biographie.de\/artikelADB_pnd138958920.html<\/a><\/p>\n<p>Mehr zur Genealogie der Familie gibt es in der <a href=\"https:\/\/datenbank.dirkpeters.info\" target=\"_blank\">Datenbank<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus meiner Ahnenliste: Abraham de Mar\u00e9es* 02.06.1685 Gimo (Schweden)\u2020 04.08.1760 Dessau Vater: Johann de Mar\u00e9esMutter: Sara Meytens Ehefrau: Elisabeht Adelheid Mieg (18.5.1698 \u2013 1776) Abraham de M. 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