{"id":212,"date":"2010-01-16T12:53:20","date_gmt":"2010-01-16T11:53:20","guid":{"rendered":"http:\/\/test.dirkpeters.net\/?p=212"},"modified":"2017-05-07T22:22:47","modified_gmt":"2017-05-07T20:22:47","slug":"die-aeltesten-urkunden-der-erzbischoefe-von-mainz-888-1109","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dirkpeters.info\/?p=212","title":{"rendered":"Die \u00e4ltesten Urkunden der Erzbisch\u00f6fe von Mainz (888-1109)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.sehepunkte.de\/2010\/01\/16150.html\" target=\"_blank\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.sehepunkte.de\/redaktionssystem\/materials\/coverimages\/13219.jpg?w=1160\" style=\"float:left; padding:10px;margin:10px;\" \/><\/a>gefunden auf <a href=\"http:\/\/www.sehepunkte.de\/\" target=\"_blank\">&#8222;sehepunkte&#8220;<\/a>.<\/p>\n<p>Irmgard Fees \/ Francesco Roberg (Hgg.): &#8222;Die \u00e4ltesten Urkunden der Erzbisch\u00f6fe von Mainz (888-1109)&#8220; eine Buchrezenzion von Joachim Kemper:<\/p>\n<p>Das hier anzuzeigende Tafelwerk bietet die Abbildungen der \u00e4ltesten Urkunden der Erzbisch\u00f6fe von Mainz aus dem Zeitraum 888 bis 1109. Die gro\u00dfformatige Mappe, die als relativ g\u00fcnstige Studienausgabe und in Form einer &#8222;Sammlerausgabe&#8220; erh\u00e4ltlich ist, umfasst neben 29 Tafeln eine knappe Einf\u00fchrung in die Materie. Die Urkundenabbildungen werden erg\u00e4nzt von knappen, f\u00fcr den Zweck als Tafelwerk aber noch ausreichenden Angaben (Datum\/Ausstellungsort; Kurzregest; ma\u00dfgebliche Drucke bzw. Regesten); auch das jeweils verwahrende Archiv wird benannt. Wie bereits aus dem Reihentitel ersichtlich, handelt es sich um Bilder aus dem traditionsreichen Marburger Lichtbildarchiv \u00e4lterer Originalurkunden. Das derzeit von Prof. Dr. Andreas Mayer geleitete Lichtbildarchiv verf\u00fcgt aufgrund jahrzehntelanger Sammlungst\u00e4tigkeit \u00fcber die Abbildungen von ca. 14.000 Originalurkunden bis zum Jahr 1250. Das Lichtbildarchiv hat bereits vor einigen Jahren den Weg in das Internetzeitalter beschritten: Mittels eines DFG-Projekts konnte der vorhandene Bildbestand digitalisiert und zum Teil bereits im Internet pr\u00e4sentiert werden. Dass hierbei noch einige Arbeit zu leisten ist, steht au\u00dfer Zweifel (dies betrifft auch die Aktualisierung so mancher Angaben zum Lagerort von Urkunden usw.). Der wissenschaftliche Nutzen des digitalen Lichtbildarchivs ist freilich unbestritten, und f\u00fcr die (quasi indirekt) beteiligten Archive sollte es eigentlich mehr als w\u00fcnschenswert sein, ihre &#8222;Zimelien&#8220; an einer Stelle geb\u00fcndelt online verf\u00fcgbar zu haben. Die Verlinkung mit anderen Angeboten, beispielsweise mit dem derzeit gr\u00f6\u00dften digitalen Urkundenarchiv Monasterium (http:\/\/www.monasterium.net), ist f\u00fcr das Lichtbildarchiv (und umgekehrt die verlinkten Partner) sicherlich erstrebenswert.<\/p>\n<p>Die vorliegende Mappe stellt den insgesamt vierten Band der Reihe &#8222;Digitale Urkundenbilder&#8220; (DIGUB) dar. Nachdem zun\u00e4chst im Jahr 2006 ein Tafelwerk mit den \u00e4ltesten Urkunden aus dem Stadtarchiv Worms erschienen war (DIGUB 1), folgten zwei B\u00e4nde mit p\u00e4pstlichen Urkunden des 9. bis 11. Jahrhunderts (DIGUB 2\/I bzw. 2\/II, 2006\/2007); im Anschluss an die vorliegende Publikation sollen einerseits nochmals zwei B\u00e4nde mit Papsturkunden (feierliche bzw. einfache Privilegien und Litterae des 12. Jahrhunderts) erscheinen, andererseits ist die Herausgabe von zwei Tafelwerken mit den Urkunden Kaiser Ludwigs des Frommen f\u00fcr deutsche Empf\u00e4nger vorgesehen. Das Prinzip der Reihe kann mit dem Ziel umrissen werden, die Abbildungen herausragender Urkunden wissenschaftlich und didaktisch sinnvoll in Form von Tafelwerken zu pr\u00e4sentieren. Auf Transkriptionen wird verzichtet. Die B\u00e4nde basieren, wie bereits ausgef\u00fchrt, auf der Sammlung des Marburger Lichtbildarchivs, dessen kostenlos zug\u00e4nglicher Online-Version im Vergleich zu den B\u00e4nden allerdings mittelfristig die Zukunft geh\u00f6ren wird. Tafelwerke wie das vorliegende k\u00f6nnen aus Sicht des Rezensenten allerdings die Zahl der Zugriffe auf den online verf\u00fcgbaren Gesamtbestand des Lichtbildarchivs intensivieren, sie sind f\u00fcr den akademischen Unterricht hervorragend geeignet (was jedoch unter Umst\u00e4nden auch f\u00fcr digitale Urkundenpr\u00e4sentationen gelten kann). Und: Das Interesse insbesondere in der jeweiligen &#8222;Bezugsregion&#8220; sollte keineswegs untersch\u00e4tzt werden; symptomatisch daf\u00fcr ist sicherlich die F\u00f6rderung der Drucklegung durch das Bistum Mainz.<\/p>\n<p>Der Band umfasst die 24 \u00e4ltesten Urkunden der Mainzer Erzbisch\u00f6fe, beginnend mit der Urkunde Erzbischof Liutberts von 888. Die Qualit\u00e4t der Tafelabbildungen ist dabei durchweg gut und mehr als brauchbar. Was die Aufnahme von in ihrer Echtheit umstrittenen St\u00fccken angeht, wurde von den Herausgebern eine eher weite Toleranzgrenze gesteckt. Der vorliegende Urkundenbestand gibt zweifellos einen guten Einblick in die Entwicklung der mittelalterlichen Bischofsurkunde, auch und gerade weil die \u00dcberlieferung der Mainzer Urkunden so ungleichgewichtig und ihre \u00e4u\u00dfere Form heterogen ist. W\u00e4hrend von der Mitte des 8. Jahrhunderts (Bonifatius) bis zu Erzbischof Liutpold (1051-1059) ganze 5 Originale auf uns gekommen sind (davon kein Original aus der Amtszeit des ber\u00fchmten Willigis), haben wir von den n\u00e4chsten drei Mainzer Oberhirten zusammen 19 St\u00fccke; der im Band nicht mehr erfasste Adalbert (1109-1137) kommt dann allein auf \u00fcber 50 Originale.<\/p>\n<p>Der vorliegende Band ist, worauf auch in fr\u00fcheren Rezensionen zur Reihe hingewiesen wurde, f\u00fcr den universit\u00e4r-hilfswissenschaftlichen Unterricht gut geeignet (weniger aber wohl f\u00fcr den gegenw\u00e4rtigen Unterricht in Pal\u00e4ografie und Diplomatik an der Bayerischen Archivschule in M\u00fcnchen und vermutlich auch an der Marburger Archivschule). Der m\u00e4\u00dfige Preis der Studienausgabe d\u00fcrfte sicherlich einen Kaufanreiz bieten. Obwohl zweifellos die Zukunft den digitalen Urkundenpr\u00e4sentationen und -portalen geh\u00f6ren wird, darf man dennoch auf die angek\u00fcndigten weiteren B\u00e4nde der &#8222;DIGUB&#8220; gespannt sein.<\/p>\n<p>Quelle: Joachim Kemper: Rezension von: Irmgard Fees \/ Francesco Roberg (Hgg.): Die \u00e4ltesten Urkunden der Erzbisch\u00f6fe von Mainz (888-1109), Leipzig: Eudora-Verlag 2008, in: sehepunkte 10 (2010), Nr. 1 [15.01.2010], <a href=\"http:\/\/www.sehepunkte.de\/2010\/01\/16150.html\" target=\"_blank\">Link: http:\/\/www.sehepunkte.de\/2010\/01\/16150.html <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>gefunden auf &#8222;sehepunkte&#8220;. 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